Tourenkajak, Paddel, Spritzdecke

Unsere Tourenkajaks

Unsere Tourenkajaks

In unseren Tourenkursen setzen wir auf Perception und Lettmann. Beide Firmen überzeugen uns mit ihren Tourenkajakmodellen. Während die Perception Kajaks aus PE sind, fährst du bei den Lettmann Modellen immer ein laminiertes Tourenkajak. Aufgrund der großen Auswahl an Bootsmodellen haben wir bisher immer ein passendes Tourenkajak für unsere Teilnehmer gefunden, so bestimmt auch für dich.

Unsere TourenKajaks

Expression

In der Regel wirst du in unseren Tourenkajak-Kursen in einem Expression 14 oder 15 von Perception sitzen. Mit diesen zwei Größen decken wir die größte Gewichtsspanne ab. Da Tourenboote im Verhältnis zu ihrer Länge bis maximal 5 Metern recht breit gebaut sind, wirken sie oft plump. Nicht so der Expression, das Design lässt ihn schön schnittig aussehen. Kleinere bis mittelgroße PaddlerInnen finden im Expression 14 genügend Bootskontakt, um alle Techniken zu erlernen. 59 cm Breite und 4,42 m Länge bieten genügend Anfangsstabilität und Schnelligkeit, um dich sicher zu fühlen. Ausreichend Platz finden die größeren PaddlerInnen im Expression 15, der mit 4,56 m Länge und 61 cm Breite mehr Auflagefläche und somit Stabilität bietet.

Starlight

Das mit 15 kg leichteste Boot aus der Lettmann Touring-Flotte, wirst du eher im Einsteigerkurs fahren. Als vollwertiges Tourenkajak fährt es wirklich fantastisch und du kannst alle Technikmanöver fahren. Allerdings fehlen im die Rundumleinen, wodurch ein Wiedereinstieg auf offenem Gewässer doch recht anspruchsvoll wird. Den Starlight gibt es ebenfalls in 2 Größen als Starlight LV oder MV.

Maxi und Trailer

Der Maxi und sein kleiner Bruder der Trailer haben einen U-Spant und bieten dir damit absolute Sicherheit beim Ein- und Aussteigen oder dem Päuschen beim Dahintreiben.

Unsere Tourenkajak-Paddel

Unsere Tourenkajak-Paddel

“made in Moers – Germany”

In unseren Tourenkajak-Kursen setzen wir auf die Firma Lettmann. Die High-End Paddel aus der Schmiede in Moers lassen keine Wünsche offen. Mit diesen Paddeln wirst du kein bisschen Energie verschwenden und kannst lange Strecken paddeln. Wir haben immer eine Auswahl an geraden und ergonomischen Schäften sowie schmalen und breiten Paddelblättern dabei. Die Unterschiede, Feinheiten und Vorzüge erklären wir dir in unseren Kursen. Im Folgenden findest du einen kleinen Überblick.

Die Lettmann Paddelmodelle

Alle Paddel der Firma Lettmann gibt es in 2 Größen (S und L) und wir haben von jedem Model immer beide Größen dabei. Wir haben uns bei unseren Kanuschulpaddeln ausschließlich für die teilbare Ausführungen entschieden. So können wir für dich immer die richtige Länge einstellen. Sowohl bei den “schmalen”, als auch bei den “breiten” Paddelblättern gibt es jeweils ein Model mit Schaumkern (Pro) und ein Carbon-Prepeg Blatt (Multi Wave). Hier geben wir dir eine grobe Übersicht über alle Modelle, die du in unseren Kursen fahren kannst. Mehr Informationen zu den Lettmann Paddeln bekommst du hier.

Paddel mit ergonomischen Paddel-Schäften

Die “krummen” Paddelschäfte bieten zum einen den Vorteil, dass du gelenkschonender Paddeln kannst. Im Gegensatz zu nahezu allen anderen ergonomischen Paddelschäften, ist das Paddelblatt bei den Lettmann-Paddeln zudem noch vorgelagert. Dadurch stabilisiert sich das Paddelblatt und du kannst flatterfrei paddeln. Alle anderen Vorteile erläutern wir dir während unserer Kurse.

Wenn du ein “Ergopaddel” mit “breiten” Paddelblättern fahren möchtest, kannst du wählen zwischen

  • dem Ergonom Pro Tour LCS 70 Light und
  • dem Ergonom Multi Wave Tour LCS 100 Light.

Sind dir “schmalen” Blättern lieber, wählst du zwischen

  • dem Ergonom Pro Sea LCS 70 Light und
  • dem Ergonom Multi Wave Sea LCS 100 Light.
Paddel mit geraden Paddel-Schäften

Nicht jeder kommt mit einem ergonomischen Paddelschaft zurecht. Viele schwören ihre gesamte Paddelkarriere auf gerade Paddel-Schäfte. Auch hier gibt es eine schöne Auswahl an Paddel-Modellen. Wer lieber ein “breites” Paddelblatt fährt Entscheides sich entweder für

  • das Multi Wave Tour LCS 100 Light oder
  • das Profile Tour LCS 70 Light.

Wenn du lieber ein “schmales” Paddelblatt fahren möchtest, kannst du wählen zwischen

  • dem Liberty LCS 70 Light oder
  • dem Multi Wave Sea LCS 100 Light
Unsere Spritzdecken

Unsere Spritzdecken

“Handmade for you in Europa”

Richtig gelesen, unsere Spritzdecken werden nach unseren Vorgaben extra für dich genäht. Denn gerade Einsteiger tun sich anfangs etwas schwer damit, die passende Spritzdecke über den Süllrand zu bekommen – hier mangelt es schlicht und ergreifend an Routine. Bei unseren neuen Spritzdecken haben wir Tellergröße und Gummi so angepasst, dass nun Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen glücklich werden – die Decken schlabbern nicht rum, gehen aber trotzdem gut drauf – und auch wieder ab. Natürlich sind alle Spritzdecken mit Quergurt und Schlaufe ausgestattet. Ein Aramid-Schutz am Rand sorgt dafür, dass die Decken lange halten.


Helm, Schwimmweste und Wurfsack/Towline

Unsere Touring-Helme

Der Touring-Helm

Der ein oder andere stolpert bei der Touren-Ausrüstung über den Helm. Die Ruhr kann gerade im Sommer doch recht flach sein. Du möchtest weder bei den Kenterübungen im Einsteigerkurs direkt mit dem Kopf den Ruhrschlamm noch im Aufbaukurs in den leichten Stromschnellen die Steine berühren. Daher bekommst du in unseren Kursen einen Helm.

Der Palm AP 4000

In unseren Tourenkajak-Kursen setzen wir auf den Palm AP 4000. Diesen leichten Helm gibt es in zwei Größen. Diese sind zudem gut verstellbar, so dass wir vom Winzlings-Kopf bis zum Quadratschädel allen Köpfen einen passenden Helm anbieten können. Durch seine leichte Bauweise stört er dich auch beim Trainieren nicht.

Unsere Schwimmwesten

Unsere Schwimmwesten

“praktisch und leicht”

Auch sehr gute Schwimmer tragen beim Paddeln eine Schwimmweste. Grund dafür ist, dass es immer zu unvorhergesehenen Situationen wie z.B. einen Krampf, den Kälteschock oder einer Verletzung kommen kann, die dich am Schwimmen hindern. Wir setzen in unseren Tourenkajak-Kursen auf die

Astral Willies 515

Schwimmwesten

Tourenkajak-Westen sind offiziell nur Schwimmhilfen. Du musst also keine Angst haben, dass du ein orangenes Ungetüm mit Kragen von uns bekommst. Unsere Tourenkajak-Westen haben wir natürlich wieder mit Bedacht ausgesucht.

Fester Sitz

Jeder Körper ist etwas anders geformt und natürlich ist jede/r PaddlerIn unterschiedlich groß. Daher können wir dir bei der Astral Willis 515 drei unterschiedliche Größen anbieten. Alle drei Größen lassen sich über 6 Gurte individuell an deinen Körper anpassen. Passend angezogen rutscht dir die Weste so beim Schwimmen nicht unters Kinn. Wenn jetzt der Wiedereinstieg nicht funktioniert, liegt es nicht an der Schwimmweste 😉.

Ausstattung

Die Willies 515 hat zwei getrennte Schäume. Hierdurch hast du trotz einer gut anliegenden Weste einen guten Bewegungsspielraum beim Paddeln. Auch fühlt sich die Weste nicht steif an. Zudem ist der Schaum schön dünn, wodurch du wieder einen Vorteil beim Wiedereinstieg hast.

Vorauf du beim Kauf deiner eigenen Schwimmweste achten solltest, erfährst du hier.

Unsere Towlines und Wurfsäcke

Unsere Towlines und Wurfsäcke

“Sicher ist sicher.”

Viel mehr müssen wir zu den Produkten von °hf eigentlich nicht sagen. 1984 von Horst Fürsattel gegründet, wurde die Firma vor einigen Jahren von Jutta Kaiser übernommen. An der Qualität der Wurfsäcke und Towlines hat sich seitdem nichts geändert. Nach wie vor sind sie erste Wahl bei unzähligen Paddlern und auch wir setzen in unseren Kursen auf diese absolut zuverlässigen Rettungsgeräte.

In unseren Kursen bekommst du entweder den Wurfsack “Compact Classic” und/oder die Schleppleine “Plan Sea.”

Eigenschaften des Compact Classic

Die °hf Compact Classic hat ein 20 m langes, schwimmfähiges Seil. Der Compact Classic ist das Einsteigermodel der Wurfsäcke von °hf. Es hat ein hohlgeflochtenes Seil und ist somit schön leicht, gut zu werfen und vor allem auch für den Schwimmer noch gut zu greifen. Der Compact Classic ist schön rot und hat ein gelbes Signalband. So kannst du ihn nicht übersehen. Die große Öffnung sorgt dafür, dass du ihn einfach wieder stopfen kannst, wenn du ihn mal (zur Übung) geworfen hast.

Eigenschaften der Plan Sea

Die °hf Plan Sea enthält ein 15 m langes, schwimmfähiges Seil mit Ruckdämpfer. Den Karabiner kannst du in einer kleine Neoprentasche am Gurt verstauen, so dass du ihn schnell zur Hand hast, wenn du ihn benötigst. Der Hüftgurt ist mit einem Schnellverschluss und einem Edelstahlring ausgestattet. Letzterer ermöglicht dir eine Vielzahl von verschiedenen Schleppvarianten und Rettungsmöglichkeiten einzusetzen. Der Schnellverschluss befreit dich in brenzligen Situationen schnell vom Seil. Die geräumige Tasche lässt dich das Seil, auch im Boot sitzend, schnell wieder verstauen, lässt sich aber kompakt zusammen rollen, damit sie beim Paddeln nicht stört.

Neoprenanzug und Paddeljacke

Unsere Long Johns

UNSERE NEOPRENANZÜGE

“Die Wurstpelle”

Sobald du das erste Mal, vielleicht sogar bei 30° C und Sonnenschein, einen Neoprenanzug anprobiert hast, weißt du, was wir meinen. Zugegeben, der bequemste Ausrüstungsgegenstand ist der Neo nicht – dafür haben wir unsere Trockenanzüge 😎. Dennoch wirst du vor allem im Frühjahr froh über ihn sein.

Long John

Unsere Herren- sowie unsere Unisex-Neoprenanzüge verfügen über einen Zwei-Wege-Reißverschluss. So musst du dich nicht komplett nackig machen, wenn kurz nach dem Anziehen doch noch der Frühstückskaffee raus möchte…

Long Jane

Wir versuchen immer zunächst unsere Damen-Neoprenanzüge an die Frau zu bringen. Der Reißverschluss im Schritt sorgt dafür, dass Schwimmweste, Paddeljacke und Helm anbleiben können, wenn es schnell gehen muss. Ein Komfortgewinn ohne Gleichen!

Aqua Design

Neoprenanzüge sind wahrscheinlich die Ausrüstung, die am meisten strapaziert wird. So setzen viele Verleiher auf einfache, dicke, steife Neoprenanzüge aus robustem Neopren. Wir aber nicht.

Bequemlichkeit

Wie eingangs erwähnt, ist der Neo eh schon unser unbequemster Ausrüstungsgegestand. Daher suchen wir auch hier immer nach Neoprenanzügen, die wir selber tragen würden – zumindest, wenn wir keinen Trockenanzug hätten… So haben wir nicht unbedingt die robustesten Neoprenanzüge, dafür aber die bequemsten. Unsere Neoprenanzüge von Aquadesign bestehen aus doppelseitig mit Nylon kaschiertem, drei Millimeter dickem Neopren. Auch wenn sie so komfortabel sind wie möglich – um zu wärmen muss der Neo enganliegende sitzen. So wird die erste Anprobe, gerade für EinsteigerInnen, unter Umständen zu einer kleiner Bewährungsprobe. Aber da musst du einfach durch.

Robust

Am Gesäß und an den Knien sind der Long John und die Long Jane verstärkt. Denn gerade an diesen beiden Stellen ist der Neoprenanzug den stärksten Beanspruchungen ausgesetzt. Vor allem beim Aussteigen aus dem Kajak sind dies die Punkte, an denen du häufig Kontakt zur Innenausstattung hast. Ebenso sind dies die beiden ersten Kontaktpunkte zum Grund bzw. Ufer – zum Beispiel beim Schwimmen oder beim Klettern aus dem Wasser.

Weitere Neos

Jeder Jeck ist anders…

…heißt es so schön im Rheinland. Da der Neoprenanzug eng anliegen soll, ist es nicht immer einfach, die richtige Größe zu finden. Manchmal passt das Aquadesign-Modell auch einfach vom Schnitt nicht. Für den Fall haben wir immer eine Auswahl an Neoprenanzügen unterschiedlicher Hersteller dabei. Dabei können wir zwar immer den 2 Wege Reißverschluss für die Herren anbieten, die Unisex-Neoprenanzüge verfügen allerdings nicht über den beliebten Damen-Zipper.

Damen-Größen (Aquadesign)

Leider gibt es keine richtige Größentabelle von Aquadesign. Eine grobe Orientierung stellt diese Zuordnung dar:

Damen-Größen (fallen klein aus/schlank geschnitten)
    • XS entspricht ca. Größe 34
    • S entspricht ca. Größe 36
    • M entspricht ca. Größe 38
    • L entspricht ca. Größe 40
    • XL entspricht ca. Größe 42
    • XXL entspricht ca. Größe 44
    • 3XL entspricht ca. Größe 46

    Herren-Größen (Aquadesign)

    Es gibt leider keine richtige Größentabelle von Aquadesign. Eine grobe Orientierung stellt diese Zuordnung dar:

    Herren-Größen (fallen klein aus/schlank geschnitten)
    • XS entspricht ca. Größe 46
    • S entspricht ca. Größe 48
    • M entspricht ca. Größe 50
    • L entspricht ca. Größe 52
    • XL entspricht ca. Größe 54
    • XXL entspricht ca. Größe 56
    • 3XL entspricht ca. Größe 58
    Unsere Paddeljacken

    UNSERE PADDELJACKEN

    “Schutz vor Wind und Wasser – made in Europe”

    30 Grad Celsius und Sonnenschein, das T-Shirt durchgeschwitzt, Treppensteigen wird zur Qual – und jetzt eine Jacke anziehen? An diesen Tagen bleibt die Jacke dann doch meistens im Boot. Dennoch kann im Laufe des Tages ein Regenschauer oder auch ein stetiger Wind dafür sorgen, dass es dich fröstelt. Dann bist du froh auf deine/n KanulehrerIn gehört zu haben und holst die gute Paddeljacke aus deiner Gepäckluke. Und leider ist es meist doch auch an Land frischer.

    Nookie Rush

    Es ist nicht einfach, im Bekleidungsbereich Marken zu finden, die nicht ausschließlich in Fernost produzieren. Umso glücklicher sind wir, dass die Firma Nookie ihre hochwertigen Paddeljacken in Europa herstellt. So können Transportwege reduziert und Arbeitsplätze zu fairen Arbeitsbedingungen gesichert werden. Natürlich sind die Sachen nicht nur “Made in Europe”, sondern auch vom Material her allererste Sahne!

    Wasserdicht und atmungsaktiv

    Das ist der Anspruch an moderne Regen- und Paddelbekleidung. Nookie hat mit seinem eigenen Vier-Lagen-Laminat beide Eigenschaften sehr gut unter einen Hut gebracht. Alle Nähte sind zudem getaped. An den Handgelenken ist die Jacke mit Latexmanschetten abgeschlossen. Der Doppelkamin verschmilzt mit deiner Spritzdecke zu einer Einheit, er kann mit Klettverschlüssen zur Feinjustierung an deinen Körper angepasst werden.

    Robust

    An den entscheidenden Stellen, wie z.B. am Ellenbogen, ist das Material verstärkt. Die Latexmanschetten sind mit Neoprenbündchen vor UV-Strahlung und Gewalteinwirkung geschützt. Wir hatten vorher keine Jacke im Kanuschulbetrieb, die so lange gehalten hat. Ist doch mal eine Manschette defekt, werden die Jacken bei Nookie in England wieder auf Vordermann gebracht.

    Bequem

    Die Rush ist sehr bequem. Hierfür sorgt der ergonomische Schnitt. Die notwendigen Latexmanschetten an den Handgelenken sind schön geschmeidig. Am Hals verzichtet die Jacke auf die Latexmanschette. Im Gegensatz zu den “einfachen” Neoprenbündchen anderer Semi-Trockenjacken besitzt die Rush allerdings einen geschlossenen Kragen, der zusätzlich an den Halsumfang angepasst werden kann. So kannst du bei warmen Temperaturen den Kragen etwas lockern, dann kann ein wenig Luft und Wasser eindringen, oder bei kalten Temperaturen den Kragen nachziehen, damit nahezu das gesamte Wasser außerhalb der Jacke bleibt.

    Größentabelle Nookie Rush

    Wenn du möchtest, kannst du dich gerne vermessen und mit Hilfe dieser Größentabelle herausfinden, welche Jackengröße du benötigst. Dies kannst du dann bei deiner Buchung oder später per Mail angeben. Wenn dir dies zu aufwendig ist, kein Problem. Wir haben bisher für jeden Jeck eine passende Jacke dabei gehabt.

    Größe Brustumfang Hüftumfang Armlänge
    S <97 cm <79 cm 81 cm
    M <102 cm <87 cm 84 cm
    L <112 cm <97 cm 86 cm
    XL <122 cm <102 cm 89 cm
    XXL <132 cm <107 cm 89 cm

    Sandiline School

    Durch ihrer slowenische Produktionsstätte, kann uns auch die Firma Sandiline ein europäisches Produkt anbieten, mit dem wir sehr zufrieden sind. Auch hier haben uns Material und Verarbeitungsqualität überzeugt.

    Wasserdicht und atmungsaktiv

    Genau wie die Nookie besteht auch die School aus einem vierlagigen Material mit verschweißten Nähten. Latex-Allergiker und Neopren-Fans können sich freuen, denn die School verzichtet gänzlich auf Latex. Durch die doppelten Neoprenmanschetten an den Handgelenken ist sie dennoch schön dicht. Der mit Klettverschlüssen einstellbare Doppelkamin fehlt natürlich auch bei der School nicht.

    Robust

    Die School kommt ohne großen Schnickschnack daher. Deshalb geht auch nix kaputt. Das robuste Material ist an den Ellbogen verstärkt und somit ideal für den strapaziösen Einsatz im Wildwasser geeignet.

    Bequem

    Unbequem kommt bei uns nicht in die (Ikea-)Tüte. Der Schnitt der School ist astrein ergonomischen, die bereits erwähnten Neoprenmanschetten am Handgelenk sind besonders bequem, auch beim An- und Ausziehen. Am Hals dichtet die Jacke ebenfalls über ein doppelt vernähtes Neoprenbündchen ab. Dieses ist zwar nicht verstellbar, in den meisten Fällen aber trotzdem schön dicht und ein wahrer Hals-Schmeichler.

    Größentabelle Sandiline School

    Wenn du uns helfen möchtest, kannst du dich gerne vermessen und mit Hilfe dieser Größentabelle herausfinden, welche Jackengröße du benötigst. dies kannst du dann bei deiner Buchung oder später per Mail angeben. Wenn dir dies zu aufwendig ist, kein Problem. Wir haben bisher für jeden eine Jacke dabei gehabt.

    Größe Brustumfang Tailenumfang  Hüftumfang Armlänge
    XS 84-88 cm 74-79 cm 86-90 cm 74 cm
    S 89-93 cm 80-85 cm 91-95 cm 76 cm
    M 94-99 cm 86-91 cm 96-101 cm 78 cm
    L 100-105 cm 92-97 cm 102-107 cm 80 cm
    XL 106-113 cm 98-103 cm 108-115 cm 82 cm


    Trockenanzug

    Unsere Trockenanzüge

    UNSERE TROCKENANZÜGE

    “Ein Hauch von Luxus”

    Zugegeben, wir selber paddeln auch bei 20° im “Trocki”. Denn nicht nur der Faktor Wärme spricht für den Anzug aus atmungsaktivem Laminat. Vielmehr sind es die Gemütlichkeit und der Schutz vor dem direkten Kontakt vom Körper zum Wasser. Bei welchen Temperaturen der Trockenazug zum Einsatz kommt, das hängt vor allem vom persönlichem Empfinden, aber auch von der Unterbekleidung ab. Abhängig von dem, was du drunter ziehst, kannst du deinen Trockenanzug bei Minusgraden tragen, genauso aber bei frühlingshaften 22 Grad.

    Nookie Blaze Suit

    So heißt der Trockenanzug, den wir dir in unseren Kursen verleihen. In diesem Abschnitt möchten wir ihn dir kurz vorstellen. So könnt ihr euch schon vor dem ersten Treffen ein wenig kennenlernen.

    Semi-Trockenanzug

    Im Folgenden werden wir immer vom Trocki sprechen. Der Blaze Suite ist allerdings, ganz genau genommen, ein Semi-Trockenanzug. Was das bedeutet? Dass der Blaze Suit kein Latex am Hals hat, sondern eine verstellbare Neopren-Manschette. Der Rest ist so, wie bei einem “richtigen” Trockenanzug. So zum Beispiel die Füßlinge, die dafür sorgen, dass du keine klatschnassen Socken bekommst. An den Handgelenken findest du außerdem Latexmanschetten, wie auch bei guten Paddeljacken. Sie sorgen dafür, dass kein Wasser eindringt. Wie oben bereits erwähnt, degradiert der Halsabschluss unseren Anzug zum Semi-Trocki. Doch der verstellbare Neokragen ist die einzige Möglichkeit, wenn man einen Trockenanzug verleihen will. Denn die häufig verbauten Latexmanschetten werden mit einer Schere an den Halsumfang angepasst – unmöglich bei einem Leihanzug. Aber auch durch unseren Neoprenabschluss am Hals gelangen nur wenige Wassertropfen ins Innere – vor einem Volllaufen des Anzugs musst du also keine Angst haben.

    Reißverschlüsse

    Unsere Trockis sind Unisex – Anzüge. Leider gibt es dieses einzigartige, für den Kanuschulbetrieb bestens geeignete Model nicht mit Drop Off Seat (Frauen-Trockies haben diesen häufig). Es gibt für die Herren einen Reisverschluss auf Schritthöhe, die Damen müssen entweder eine Urinella mitbringen (besser vorher schon mal üben) oder leider Schwimmweste, Spritzdecke und Helm ausziehen, wenn der Busch ruft. Der Einstieg in den Anzug erfolgt über einen Reißverschluss auf Schulterblatthöhe. Dieser ist zwar ergonomisch eingebaut und du kannst mit ein bisschen Gelenkigkeit den Reißverschluss selber öffnen und schließen, besser – auch für den Trocki – ist es aber, wenn du dir von einem Paddelkumpel helfen lässt.

    Klett-Verschlüsse

    Die Klettverschlüsse an den Armen und Beinen helfen, gerade bei kurzen Beinen, störenden Stoff zu verbannen. Der mit einem Doppel-Kamin ausgestattete Anzug kann auch hier mit einem Klettverschluss individuell abgedichtet werden, damit du im Boot schön trocken bleibst.

    Größentabelle Nookie Blaze Suit

    Gerne darfst du dich vermessen und uns mitteilen, welche Größe du in deinem Leih-Trockenanzug benötigst. 

    Größe Brustumfang Hüftumfang  Beinlänge (Innen) Armlänge Körpergröße
    S <97 cm <79 cm <81 cm <81 cm 162 – 178 cm
    M <102 cm <87 cm <84 cm <84 cm 167 – 183 cm
    L <112 cm <97 cm <86 cm <86 cm 170 – 189 cm
    XL <122 cm <102 cm <89 cm <89 cm 174 – 195 cm
    XXL <132 cm <107 cm <89 cm <89 cm 174 – 195 cm

    Gut zu wissen!

    Falls du einen Trocki ausgeliehen hast, so findest du hier ein paar hilfreiche Tipps.

    Erster Vergleich

    Zur ersten Einordnung hilft dir folgender Vergleich: einen Trockenanzug kannst du dir vorstellen wie eine Regenjacke, die mit einer Regenhose fest verbunden ist. Bei der Regen-Kombo regulierst du deine Wärme schließlich auch über die Unterbekleidung. So ziehst du im Winter einen dicken Pulli drunter und im Sommer reicht ein dünnes T-Shirt. Beim Trockananzug ist es nichts Anderes. Auch hier ist die Wahl der richtigen Unterbekleidung entscheidend.

    Unterbekleidung

    Ein Trockenanzug ist bei richtiger Anwendung ein sehr komfortabler Ausrüstungsgegenstand. Er reguliert allerdings nicht automatisch das Klima im Anzug 😎. Bringe am besten unterschiedliche Unterbekleidung mit und überlegt tagesaktuell vor Ort, was zum Wetter passt. Bei kühlen Temperaturen benötigst du dicke Sportunterwäsche aus Kunstfasern oder Merinowolle (keine Baumwolle). Bei wärmen Temperaturen entscheidet dein Kälteempfinden, was du drunter ziehst. Wenn du nur eine Badehose/Badeanzug trägst, fühlt es sich so an, als ob du im Wasser stehst. Daher empfehlen wir dir auf jeden Fall mindestens eine dünne Unterschicht zu tragen. Weitere Tipps und Informationen zur Unterbekleidung geben wir dir hier.


    Schuhe

    Unser Trocki hat Füßlinge. Dadurch hast du neben deinen Socken noch eine weitere Stoffschicht um deine Füße. Auch mit dieser muss dein Fuß noch in deinen Schuh passen. Wenn du also etwas zu große, geschlossene Schuhe dabei hast, so ist es etwas bequemer für dich. Dünne Söckchen (dürfen auch aus Baumwolle sein), die du über den Füßlingen trägst, helfen dir dabei, einfacher in den Schuh zu kommen, außerdem verhelfen sie unseren Trockis zu einem längeren Leben.

    Lass doch mal die Luft raus!

    Nicht nur direkt nach dem Anziehen solltest du die Luft aus deinem Anzug lassen, um nicht wie ein Michelin-Männchen herumzulaufen. Den Herkules-Armen, die sich durch aufgewärmte Luft im Anzug und nicht durch schnelles Muskelwachstum erklären lassen, musst du regelmäßig die Luft entziehen. Ansonsten wird ein Schwimmer recht unangenehm bis gefährlich. Versuche mal zu schwimmen, wenn sich die gesamte Luft aus deinem Trocki beim Aussteigen aus dem gekenterten Kajak in den Beinen sammelt.

    Brauchst du wirklich einen Trockenanzug?

    Die Antwort ist definitiv jein. Wir verleihen diese erst seit einigen Jahren. Davor haben alle unsere Teilnehmer alle unsere Kurse mit Neoprenanzug und Paddeljacke als Kälteschutz überlebt. Da wir aber begeisterte und überzeugte Trockenanzugträger sind, möchten wir dir diesen Komfortgewinn nicht vorenthalten.

    Wo bzw. wann benötigst du einen Trocki?

    Must have
    DEUTSCHLAND

    Es geht auch ohne, aber… Es ist eh schon schräg, im März oder im April in Deutschland ins Wasser zu hüpfen. Ohne Trockenanzug würde das von uns niemand tun! Deshalb empfehlen wir, ohne wenn und aber, in diesen Monaten den Trockenanzug als Zusatzausrüstung.

    Vielleicht
    DEUTSCHLAND

    Im Mai und Juni sind die Lufttemperaturen in der Regel sehr angenehm, aber die Wassertemperaturen können noch frisch sein. Die Temperatur der Ruhr steigt zum Beispiel erst im Mai von rund 10° C bis Ende Juni auf ihre Jahreshöchsttemperaturen um die 20/25° C an. Wie schnell dies geht hängt vom Wetter ab. Du kannst auch pokern und spontan einen Trocki hinzubuchen. Wir haben allerdings nur zwei Stück pro Größe. Es kann also sein, dass deine Größe dann bereits vergriffen ist.

    Wirklich nicht notwendig?

    Unser Klima ist einfach unberechenbar. Es kann also natürlich auch in den folgenden Fällen gemütlicher sein, einen Trockenanzug zu tragen.

    DEUTSCHLAND

    In der Regel ist zwischen Anfang Juli und Ende September der Trockenanzug eher unnötig. Wasser- und Lufttemperatur sind meist ausreichend, um den Kurs im Neo zu meistern. An einem Wochenende mit viel Wind und Regen triffst du unsere KanulehrerInnen dennoch im Trocki an.


    Dies bringst du mit zum Kurs

    Schuhe

    DEINE SCHUHE

    Schuhe verleihen wir aus hygienischen Gründen nicht. Richtige Paddelschuhe sind zwar nicht ganz günstig, die Investition lohnt aber auf jeden Fall. Denn auch wenn man denken könnte, dass man ja fast die ganze Zeit im Boot sitzt, ergibt ein guter Schuh durchaus auch beim Paddeln Sinn. Und natürlich gibt es auch preisgünstige Alternativen zu unseren Favoriten Brewer/Brewess und Hiyak von Astral.

    Der richtige Paddelschuh.

    Viele Schuharten scheinen auf den ersten Blick ideal zum Paddeln zu sein. So sehen wir zum Beispiel häufig Sandalen, Gummischuhe oder Neoprenschläppchen aus dem letzten Strandurlaub in unseren Kursen. Leider eignen sich diese Schuhe nicht wirklich. In der Ruhr gibt es leider auch Scherben oder scharfkantige Steine. Wenn wir trainieren, hast du auch schon mal Grundkontakt. Dabei konzentrierst du dich nicht unbedingt darauf, wo du hin trittst. Daher ist ein guter Schuh hilfreich und trägt zu deiner Sicherheit bei. Wir möchten dir im Folgenden Tipps für deine Schuhwahl geben und vor allem auf die Eigenschaften eingehen, die dein Paddelschuh mitbringen muss. Auch für Einsteiger, die nicht direkt einen reinen Paddelschuh kaufen möchten, sind Tipps dabei.

    Fester Halt

    Spätestens wenn es in die Strömung geht, möchtest du einen fest am Fuß sitzenden Schuh tragen. Schnell schwimmt dein Schläppchen nach einer Kenterung mit der Strömung davon. Aber auch bei Wiedereinstiegübungen kann es nerven, wenn du zurück im Kajak erst einmal dein Badeschläppchen wieder anziehen musst, weil es auf dem Weg ins Kajak nicht am Fuß gehalten hat. Deshalb muss der Schuh den Fuß schön umschließen. Außerdem sollte er mit Schnürsenkeln oder Klettverschluss gesichert werden können. Am besten geht das mit Schnürsenkeln. Allerdings bieten diese auch eine gewisse Gefahr, irgendwo hängen zu bleiben – an einer Schraube im Boot oder an einem Ast unter Wasser. Deshalb nie eine Doppelschleife machen, da sich eine einfache Schleife im Zweifel lösen kann. Beim Astral “Hiyak” hat man das Problem der “rumbaumelnden” Schnürsenkel umgangen, in dem man sie unter einer gekletteten Lasche versteckt hat – bravo.

    Die Sohle: Klebrig, steif und doch flexibel – das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal!

    KleinfüßlerInnen können schon mal den Punkt “Flexibilität” abhaken. Denn diese Eigenschaft benötigen vor allem PaddlerInnen mit größeren Schuhen, denn diese haben eh schon Platzprobleme in manch einem Kajak. Dennoch sind weiche Sohlen angenehmer zu tragen und wenn du mit Steuer fährst, hast du zudem ein besseres Gefühl für die Steuerpedalen. Bedenke aber, dass um so weicher der Schuh ist, umso mehr spürst du den Untergrund und somit jedes Steinchen an Land.

    Material

    Neoprenschuh oder Stoffschuh, das ist hier die Frage. Ein Neoprenschuh hat zwar den Vorteil, dass er von sich aus den Fuß wärmt. Allerdings bleibt das Wasser auch gerne im Schuh stehen. Auch im wärmsten Sommer dauert es Tage, bis der Schuh wieder getrocknet ist. Und warme, nasse Neoschuhe an der Leine, die sind ein Leckerbissen für Bakterien und ein hervorragender Nährboden für Pilze. Bei Kochwäsche kriegst du die Schuhe dann zwar wieder steril – allerdings auch in mehreren Teilen zurück aus der Waschmaschine. Da hilft dann nur der Eisfach-Trick. Oder du wählst einen schnell trocknenden Stoffschuh und entscheidest dich für separate Neoprensocken. Diese überleben zwar keine tausend 90°C Wäschen, aber du kannst sie schon ein paar Mal richtig heiß waschen – und sie passen auch besser in den Gefrierschrank. Außerdem kannst du mehrere Paar der günstigen Socken kaufen und abwechselnd trocknen lassen. Willst du eigentlich noch mehr zum Thema wissen, oder weißt du jetzt zumindest, warum wir keine Schuhe und Socken verleihen?

    Tipps für den Einsteiger

    Verständlich, dass du dir nicht direkt einen speziellen Sportschuh kaufen möchtest, wenn du noch gar nicht weißt, ob du den Kanusport weiter betreiben möchtest. Wir empfehlen dir deshalb, den Keller zu durchwühlen. Da steht bestimmt noch ein ausgedienter Lieblingsturnschuh, der nicht in die Tonne sollte. Dieser erfährt nun sein Revival. Da er eh schon einige Zeit nicht in Gebrauch war, macht es nichts, wenn er nass wird und dann nach dem Einsteiger-Kurs seinen Geist aufgibt.

    Keine alten Schuhe in der Mottenkiste? Wenn Astral “Brewerbzw. “Brewess” und “Hiyak” über deinem Budget liegen, dann empfehlen wir dir einen hohen Neoprenschuh mit Palm “Shoot”.

    Unterbekleidung

    Unterbekleidung

    “Badewetter oder Schietwetter…”

    … hier triffst du schon mal die erste Auswahl über deine (Unter-)bekleidung. Gerade wenn du keine drei unterschiedliche Paddeljacken (Kurzarm-, Semi- und Trockenjacke) und noch einen Trockenanzug sowie unterschiedliche Neoprenbekleidung zum Kurs mitbringst, entscheidet die richtige Unterwäsche über dein Wohlbehagen beim Paddeln. Dies gilt auch dann, wenn du unsere Leihausrüstung nutzt, die vor allem in Kombination mit der richtigen Unterwäsche ihr Potential ausspielt.

    Merino oder Kunstfaser

    Du wirst immer wieder darauf stoßen, dass wir dir von Baumwolle als Unterbekleidung beim Paddeln abraten. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass Baumwolle nicht wärmt, wenn sie nass ist. Doch zum Glück gibt es sehr gute Alternativen.

    Merino

    Wir favorisieren mittlerweile Unterbekleidung aus Merinogewebe. Denn Merinowolle hat einen entscheidenden Vorteil – sie stinkt nicht so erbärmlich wie mehrfach getragene Syntetik-Ware!

    Wenn du dich für ein Kleidungsstück aus Merino entscheidest, achte bitte darauf, dass der Hersteller mit Zulieferern arbeitet, die eine mulesingfreie Schafzucht betreiben. Denn Merino-Wolle stammt von lebenden Tieren – und die wollen schließlich nicht nur uns glücklich machen, sondern auch selber ein schönes Leben haben.

    Wir sind von Merinounterwäsche überzeugt. Sie stinkt nicht, sie wärmt, sie kühlt, sie ist angenehm zu tragen. Wir könnten jetzt endlos in Schwärmerei verfallen. Doch die  Mühe mit den harten Fakten hat sich bereits die Firma Bergzeit gemacht. Hier gibt es nichts zu ergänzen.

    Kunstfaser

    Auch bei Funktionsunterwäsche aus Kunstfaser kannst du deinen ökologischen Fußabdruck etwas minimieren. Viele Firmen, wie z.B. Patagonia, bieten Ausrüstung aus recyceltem Material an. Viele Vorteile bieten die Synthetik-Fasern für uns Paddler allerdings nicht. Wir selber haben nur noch synthetische Unterwäsche, weil wir sie uns vor vielen Jahren mal gekauft haben. Hierin besteht auch der größte Vorteil: Das Material ist nur schwer kaputt zu kriegen. Einen schönen Vergleich Synthetik vs. Merino findest du ebenfalls bei Bergzeit.

    Ein paar Tipps zur Wahl der Wäsche

    Zunächst hilft es dir, deine Paddeljacke oder auch den Trockenanzug mit Regenkleidung zu vergleichen. Es handelt sich schließlich um dasselbe Material. Wenn du schon einmal im strömenden Regen deine Regenjacke auf blanker Haut hattest, dann weißt du, dass sich das nicht gut anfühlt und du schnell auskühlst.

    Ein Merino- oder Synthetik-Shirt, am besten langärmlig, ist also das mindeste, was du beim Paddeln unter die Jacke oder unter den Anzug ziehen solltest. Diese Shirts gibt es in unterschiedlichen Stärken und somit unterschiedlich wärmenden. Es gibt sogar Varianten, die sich auf der Haut kühl anfühlen. Wenn es richtig kalt ist, hat sich auch hier das Zwiebelprinzip bewährt. Beim Trockenanzug gilt selbiges für die Beine.

    Nun noch ein paar Worte zum Hochsommer. Hier musst du dich häufig vor der Sonne schützen. Wenn es wirklich heiß ist, ist es hilfreich ein vor UV-Strahlen schützendes, kühlendes, longsleeve Shirt dabei zu haben. Immer im Gepäck sollten aber auch im Hochsommer wärmende Unterwäsche sein. Denn im Wasser kühlst du 25 Mal schneller aus als an Land. Bei manchen Übungen stehst du ggf. als Trainingspartner im Wasser und beim Wiedereinstieg kann es auch mal ein paar Minuten dauern, bis du wieder im Boot sitzt. Und so sehr wir uns auch jeden Tag 25°C und Sonnenschein wünschen, auch im Hochsommer kann einmal eine Kaltfront durchziehen.

    Was soll ich bloß anziehen?

    Diese Frage hören wir oft. Doch natürlich können wir dir immer nur sagen, was wir gerade drunter tragen. Allerdings hat jeder ein anderes Wärmeempfinden, deshalb kommst du nicht drumherum, selber Erfahrungen zu sammeln. Denk dabei immer daran, dass du dich für das Wasser und nicht für die Luft kleidest.

    Bist du noch unsicher?

    Kein Problem. Du hast doch einen Packsack. In diesem kannst du neben der 1.-Hilfe-Ausstattung auch noch einen trockenes und warmes Shirt unterbringen.

    Die Socken

    – nicht vergessen!

    Kalte Füße – es gibt nichts fieseres. Vermeintlich sitzen wir ja im Boot. Aber beim Besichtigen oder Sichern stehen wir dann doch im Wasser. Deshalb solltest du deine Neohose oder deinen Neoprenanzug mit Neoprensocken kombinieren. Beim Tragen eines Trockenanzugs funktionieren auch muckelige Merino- oder Synthetiksocken.

    Persönliches Sicherheitsequipment

    Persönliche Sicherheitsausrüstung

    Die Sicherheitsausrüstung beim Seekajak fahren kann je nach Revier recht umfangreich sein. Und auch wenn der Kanulehrer oder die Kanulehrerin das meiste Zeug im Boot hat, solltest du einige Dinge trotzdem selber mitbringen. Sollte besonderes Sicherheits-Equipment gefordert sein, so wird dies in der Kursbeschreibung oder spätestens in den Reiseunterlagen erwähnt.

    Pfeife

    Jeder Paddler sollte eine Pfeife an seiner Weste haben. Auf dem Fluss wird häufig mit Pfeif-Signalen kommuniziert, auch kann so Jeder immer auf seine Situation aufmerksam machen.

    Bitte keine klassiche Trillerpfeife mitbringen, denn diese ist im Wasser nutzlos. Auch die mitgelieferten Pfeifen an den Westen sind oft recht schwach auf der Brust. Gut bewährt hat sich z.B. die Fox 40 von NRS. Wenn du dir und deine/m Nachbar/In das Trommelfell weg pfeifen möchtest, gibt es noch die berühmt-berüchtigte “Tornado 2000” von ACME.

    Wenn du die Pfeife an ein kleines Bändchen oder Gummi bindest, kannst du sie auch schnell an unsere Leihschwimmwesten befestigen.

    Messer

    Spätestens wenn Seile (Wurfsäcke oder Towlines) und Wasser im Spiel sind, gehört auch ein Messer zur Ausrüstung. Dein Messer sollte:

    • einhändig bedienbar sein.
    • eine abgerundete Spitze haben.

    Unsere Tipps:

    • CRKT “Bear Claw Emergency Rescue” (schön abgerundete Spitze)
    • NRS “Co Pilot-” oder “Pilot Rescue Messer” (mit ein paar Zusatzfunktionen)
    • Palm “Folding Knife” (Für den Einsteiger, wenn du noch nicht weist, wie es weiter gehen wird.)

    Eine Auswahl an Messern findest du bei unseren Freunden der Firma LettmannDas Gute ist, dass wir unsere Rettungsmesser noch nie im Einsatz hatten, außer vielleicht zum Teilen von Kuchen oder Wurstbrot in der Pause…

    Ein Messer musst du nicht zum Einsteiger- oder Aufbau-Kurs an der Ruhr mitbringen. Wenn du eigenständig unterwegs bist gehört es aber definitiv an deine Weste.

    Brillenband

    Im weitesten Sinne ist das Brillenband auch Sicherheitsausrüstug. Schließlich siehst du vielleicht deine Gruppe nicht mehr, wenn du deine Brille verlierst. Das Brillenband sollte nicht nur deine (Sonnen-)Brille an Ort und Stelle halten. Im Idealfall bietet es Auftrieb (wenn es z.B. aus Neopren ist) und hat auch noch eine Signalfarbe.

    Zubehör für auf dem Wasser

    Packsäcke, Trinkflaschen & Co.

    “Für das Päuschen zwischendurch”

    Packsäcke

    Deine Gruppe hat ein hübsches Plätzchen auf der Kiesbank gefunden und du hast richtig Kohldampf. Doch Pustekuchen – bei der letzten Wiedereinstiegsübung hast du auf den Stauraumdeckel gedrückt und dein liebevoll geschmiertes Schnittchen wurde in undefinierbare Matsche verwandelt. Spätestens jetzt weißt du: das passiert dir nicht nochmal. Deshalb stampfst du los und kaufst dir einen Packsack. Doch welchen um alles in der Welt sollst du nehmen? Die Spanne zwischen einem einfachen Rollsack, wie z.B. dem °hf Dry Pack, bis hin zum sehr robusten und absolut dichten Packsack der Firma “Watershed” ist groß. Letzterem kannst du sogar ohne Sorge deine teure Kamera anvertrauen.

    Trinkflaschen

    Das Glasflaschen eher ungeeignet sind, versteht sich von selbst. Praktisch sind Trinkblasen, die du auch in unseren Leihschwimmwesten verstauen kannst. So ist dein Getränk immer griffbereit. Wenn du keine Trinkblase nutzen möchtest, finden niedrige, breite Flaschen wunderbar im Cockpit Platz, so dass du schnell herankommst. Hier bieten sich Flaschen an, an denen du über eine Schnur oder direkt einen Karabiner einklinken kannst. So geht die Flasche nicht verloren. Größere Flaschen müssen hinten im Boot verstaut werden und du musst zum Trinken aussteigen.

    Handycase

    Eigentlich gehört das Handycase zum Sicherheitsequipment. Allerdings holen wir das Handy häufiger für Schnappschüsse während der Pause raus, als um den Notruf zu wählen – Gott sei Dank. Richtig sicher verpackt wäre dein Smartphone in einem Pelicase hinten im Boot. Mehr Sinn ergibt es aber in der Schwimmweste. Hier ist ein dünnes Case (z.B. Fidlock Hermetic Dry Bag) mit einem wasserdichten Verschluss deutlich besser, dann musst du nicht aussteigen, wenn du mal ein Foto machen möchtest.

    Hut

    Selbst wenn der Himmel bedeckt ist, kann es auf dem Wasser sinnvoll sein eine Cappy oder einen Hut zu tragen. Zum einen als Schutz vor der direkten Sonneneinstrahlung, zum anderen, damit du nicht die ganze Zeit “kniepen” musst.


    Nice to have

    Besondere Packsäcke

    WATERSHED “OCOEE”

    “Das MUSS für alle Fotografen.”

    Nicht so sperrig wie das bekannte Pelicase, aber mindestens genauso dicht. Die fette Dichtlippe ist uns noch nie aus Versehen aufgegangen. Und mit ein bisschen Pflege (z.B. mit dem Zip Tech von McNett) ist die Tasche dennoch leicht zu öffnen und zu schließen.

    Wenn du die Ocoee für deine Kamera nutzt, empfehlen wir dir zusätzlich eine Polstertasche. Von Watershed wäre dies der Ocoee Liner.

    Kompressions-Packsäcke

    “Für mehr Platz im Boot.”

    Gerade auf Reisen und Touren ergeben Kompressions-Packsäcke viel Sinn. Vor allem für all diejenigen, die sich nicht entscheiden können, was sie daheim lassen können. Packst du z.B. deinen Schlafsack in einen “normalen” Packsack, bekommst du ihn mit ein bisschen Geschick schon schön klein gedrückt. Mit Packsäcken, bei denen du nach dem verschließen noch Luft raus drücken kannst, wird das Packmaß des Schlafsacks noch kleiner und schon hast du wieder Platz für noch mehr Ausrüstung.

    Nasenklammer und Kopfbedeckung

    Der KAVU-Fishermans Chillba

    “Stylischer Sonnenschutz “

    Wenn die Sonne im Hochsommer gnadenlos auf die Köpfe der Paddler niederbrennt und von der Wasseroberfläche reflektiert wird, greift sogar der Hütemuffel Nadja mal in zum Hut. Denn obwohl der KAVU-Hut eine schöne große Krempe hat, lässt er sich wunderbar klein geknuddelt überall schnell erreichbar verstauen. Das verstellbare Kinn-Bändchen sorgt dafür, dass du bei aufkommenden Wind nicht wenden musst, weil dein Hut weggeweht wurde. Oft vergriffen hast du im Frühjahr die beste Chance einen Fishermans bei Chrispacks zu ergattern.

    Neoprenhaube / Ohrstöpsel

    “Schutz für deine Ohren”

    Exostosen im Ohr sind eine vermeidbare Paddlerkrankheit. Es handelt sich dabei um Knochenwucherungen, die entstehen, weil dein Körper das Ohr vor ständigem Wind und Wasser schützen will. Hier spielt tatsächlich der Wind die größere Rolle. Deshalb solltest du dir, wenn du auf entsprechendem Gewässer unterwegs bist,  auf Dauer einen Helm kaufen, der auch über die Ohren geht und so den Wind abhält. Alternativ kannst du eine Neohaube unter den Helm ziehen oder eine schicke Mütze aufsetzen. Beides hält ganz nebenbei auch noch den Kopf schön warm.

    Ohrstöpsel hingegen verhindern, das Wasser in das Ohr gelang. Dies ist vor allem auch dann wichtig, wenn du im warmen Wasser paddelst. Denn im warmen Wasser gibt es deutlich mehr Bakterien, die eine Ohrenentzündung verursachen können. Ohrstöpsel gibt es von den günstigen Tannebäumchen über selbst anpassbare Stöpsel bis hin zu teuren Sonderanfertigungen.

    Die Nasenklammer

    “Die Windel (Nadja ihr Insider :-)”

    Mal ehrlich, möchtest du mit einer Nasenklammer joggen gehen? Nein? Dann willst du sie auch nicht dauerhaft beim Paddeln tragen – paddeln ist schließlich auch Sport. Gerade zu Beginn deiner Paddlerkarriere ist sie aber sehr hilfreich. Die Erfahrung zeigt, dass viele Einsteiger beim Kentern viel besser die Ruhe bewahren, wenn das Wasser nicht direkt bis ins Hirn schießt.

    Die Nasenklammer wird von einigen KanulehrerInnen auch liebevoll “die Windel” genannt, denn genau wie die Pampers solltest du dir auch die Nasenklemme so schnell wir möglichst abgewöhnen. Bei Lettmann bekommst du z.B. mit der threeWaves eine sehr durchdachte und langlebige Klemme.

    Ikeatüten und Co.

    Black Hole® Gear Tote 61l

    “Das Luxusmodel der Ikeatüten”

    Frisch im Internet entdeckt, haben wir die Tasche von Patagonia noch nicht selber getestet. Wenn Nadjas Paddeltasche ihren Geist aufgibt, steht sie aber auf ihrer Wunschliste ganz oben. Ganz klar schlägt die beliebte Ikeatüte diese Tasche um Längen im Preis. Aber Ikeatüten halten leider nicht so lange. Diese Tasche scheint die praktischen Eigenschaften der Ikeatüte zu haben, aber langlebiger und somit nachhaltiger zu sein.

    Die Ikeatüte

    “Gut beschriften, bitte 😉.”

    Aus der Paddlerwelt nicht wegzudenken. Wenn Aufbaukurse stattfinden und unsere Teilnehmer eigenes Material mitbringen, musst du nur den blauen Tüten folgen, um uns zu finden. Vor und nach dem Paddeln mit Paddelklamotten vollgestopft, während des Paddelns mit Straßenkleidung gut gefüllt. Sie ist aber auch praktisch, die Ikea-Tüte. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der eine nicht blaue Tasche “erwischt” hat.

    Eine solche Tüte bekommst du auch mit deiner Leihausrüstung ausgehändigt – unsere Taschen sind allerdings deutlich sichtbar beschriftet – nicht, dass noch einer eine unserer Tüten “erwischt”.

    Ponchos

    Ponchos

    Wenn du bei ungemütlichem Wetter Pause machen möchtest, bietet ein Poncho guten Windschutz. Trotz Paddeljacke kann es durch Wind schnell recht frisch werden. In der Tagesluke ist ein super Platz für einen kleinen Poncho wie z.B. den Ultra-Sil Nano Tarp Poncho, der den Wind gut abhält. Wenn du zusätzlich die Möglichkeit haben möchtest dir ein kleines Tarp zu bauen, wenn du den Poncho nicht trägst, empfiehlt sich der Nylon Tarp Poncho. Beide findest du bei Lettmann.

    Der Schwamm

    Der Schwamm

    Manchmal zieht dein Staufach doch etwas Wasser oder es bildet sich Schwitzwasser. Bevor du nun deine Tourenausrüstung wieder in das Fach legst, bist du froh, wenn du an einen Schwamm gedacht hast. Ebenso lässt sich hiermit Sand im Cockpit beseitigen. Auch diejenigen, die keinen Tropfen Wasser im Cockpit mögen greifen gerne zum Schwamm wie Z.B. dem DeLuxe Boat Sponge.


    Tipps für deine eigene Ausrüstung

    Deine Spritzdecke

    Deine Spritzdecke

    Tellergröße

    Bei der Wahl deiner Spritzdecke solltest du darauf achten, dass die Tellergröße zu deinem Boot passt. Es gibt viele unterschiedliche Größen und Bezeichnungen. Du findest z.B. bei machen Herstellern “Keyhole”, “Bighole” und “Super Big”, bei anderen 1.2, 1.4 und 1.7 oder auch die Bezeichnung I-, X-, Z-, D- und K- Luke. Allerdings ist nicht jeder Süllrand ganz gleich. So kann bei dem einen Hersteller die Luke etwas kürzer, dafür aber etwas breiter als beim nächsten Hersteller sein. Am besten ist es die Spritzdecke auf deinem Boot auszuprobieren. Aber Achtung, das Material dehnt sich mit der Zeit und die Spritzdecke wird “größer”.

    Schaftgröße

    Damit deine Spritzdecke weder zum Bauchweg-Gürtel wird noch dir von der Hüfte rutscht, ist die Schaftgröße entscheidend. Einige Hersteller orientieren sich am Umfang (Unterwäsche und Paddeljacke mit einrechnen!) andere wählen die klassischen amerikanischen Größen S, M, L,….

    Ausstattung

    Deine Wahlspritzdecke sollte über einen Quergurt und über eine Schlaufe vorne verfügen. Und der extra Tipp von Klaus Lettmann: der Quergurt sollte auf der Unterseite der Spritzdecke vernäht sein. Wenn es kühler und/oder wilder ist, ist eine Spritzdecke aus Neopren die beste Wahl. Bei einer sommerlichen Sonntagsspazierfahrt, kann diese recht warm werden. Dann bieten sich Spritzdecken aus atmungsaktiven Materialien wie die Breath oder eine Halbspritzdecken an.

    Deine Paddeljacke

    Paddeljacken

    Semi-Trockenjacke

    Eine Semi-Trockenjacke hat an den Handgelenken Latex- oder Neoprenmanschetten (einfach oder doppelt). Am Hals schließt sie mit einer Neoprenmanschette ab, hat einen offenen Kragen oder wie z.B. bei der Riptide von NRS eine Mischung aus beidem. Bedenke bei der Anprobe, dass die Neoprenmanschetten sich in der Regel noch gut weiten. Sitzt die Halsmaschette bereits im Laden locker, wird der Wassereinbruch am Hals immer recht stark sein. Soll sie aber hauptsächlich vor Wind schützen, ist sie vollkommen ausreichend. Wenn du dich für eine Paddeljacke mit Kapuze entscheidest, ergibt es Sinn darauf zu achten, dass sie auch über einen Helm passen würde, dennoch ohne Helm auch gut am Kopf sitzt ohne zu stören.

    Touren Paddeljacke

    Die Touren Paddeljacke stellt die einfachste Form der Paddeljacken dar. Sie bieten hauptsächlich Schutz vor Wind und leichten Regenschauern. Du findest an ihnen in der Regel keinen Doppelkamin. Oft hast du an den Handgelenken auch keine Manschetten, sondern Abschlüsse mit Klettverschluss. Am Hals befindet sich ebenfalls oft einen Klettverschluss oder Reißverschluss, so dass du, wenn es warm wird die Jacke bis in den Ausschnitt öffnen kannst. Schöne Modelle sind z.B. von Level Six die Baffin oder die Orillia (Damenmodell) bzw. die Niagara (Herrenmodell). Letztere sind sogar mit Fleece am Hals ausgestattet.

    Kurzarm Jacke

    Nach dem Trockenanzug kommt die kurzarm Jacke. Zumindest ist dies bei Christian und Nadja oft der Fall. Semi- und Trockenjacke kommen selten zum Einsatz. Im Sommer schützt sie vor Wind. Es gibt viele kurzarm Jacken die am Hals nur eine Neoprenmanschette oder gar offen geschnitten sind und mit einem Klettverschluss geschlossen werden können. An den Oberarmen sind häufig Neoprenmanschetten verarbeitet.

    Deine Neoprenbekleidung

    Neoprenbekleidung

    Du kannst dich vom Scheitel (Neoprenhaube) bis zur Sohle (Socken) in Neoprenhüllen. Wenn du dies denn magst. Neoprenhaube und Long John / Jane haben wir bereits weiter oben erwähnt. Das es auch Neopren short- und longsleeve Shirts gibt, sei hier nur kurz erwähnt. Im weiteren findest du die gebräuchlichsten Neoprenkleidungsstücke.

    Neohosen kurz und lang

    Neoprenhosen sind eine sehr gute Alternative zum Long John / Jane. Mit ihnen bist du maximal flexibel, weil du so am Oberkörper die Kleidung den Temperaturen anpassen kannst. Vom kurzem Shirt bis zum langarm Neopren kannst du je nach Temperatur, Wärmeempfinden und Geschmack von Materialien auf der Haut alles wählen. Aber Achtung – der Vielpaddler hat mindestens 3 Neoprenhose. Die klassische 3,5 mm dicke, eine dünnere für den Übergang und natürlich die Short (mit und/oder ohne angenähter Boardshort).

    Neosocken

    Dies ist bei uns das Verschleißteil Nummer eins. Gerade im Sommer, wenn die Neopren-Short ausgebuddelt wird, benötigen die Füße bei 10° C Wassertemperatur etwas Schutz. Über Tage nass und immer schön am Fuß, entwickeln sie Gerüche, die du deinem ärgsten Feind nicht antun magst. Hilfreich ist es, wenn du mehrere Paare hast und die nassen Socken trocknen lassen kannst, bevor du sie wieder anziehst. Mach dir aber keine Illusion, sobald sie nass sind, stinken sie wieder bis zum Himmel. Perfekt, dass du sie in die Kochwäsche werfen kannst, denn bevor du sie zerkocht hast benötigt es etliche Waschgänge und glaube mir, vorher hast du sie bereits entsorgt.

    Paddelpfötchen

    Ja, Nadja wird oft belächelt. Tief im Inneren aller Lästerer schwelgt aber nur der Neid.

    Denn bereits bei 15° C Hauttemperatur ist der Tastsinn deiner Hände beeinträchtigt, bei 10° C ist die Zugriffsfunktion gestört und ab 5°C werden deine Hände gebrauchsunfähig. Und das wichtigste: kalte Hände sind fast schlimmer als kalte Füße.

    Es gibt viele Handschuhe oder mit Fleece beschichtete Paddelpfötchen, die du probieren kannst, wenn du im Winter nicht auf das Paddeln verzichten möchtest. Am Ende landest du aber bei den guten alten Neopren-Paddelpfötchen für 25,- Euro.

    Dein Helm

    Tourenkajak-Helme

    Sobald du darüber nachdenkst auch kleine Stromschnellen oder sogar WW I stellen zu befahren, gehört ein Helm zu deiner Ausrüstung. Ein leichter Helm reicht vollkommen aus, wenn du nur ab und zu und sowieso eigentlich nur für den Notfall einen Helm benötigst. Sobald du aber regelmäßig Flüsse mit Stromschnellen und leichtem Wildwasser befährst, kannst du über Sweet Helme nachdenken.

    Sweet Strutter

    Den Strutter siehst du bei unseren KanulehrerInnen oft als Tourenkajak-Helm, vor allem wenn es warm ist und die Sonne scheint. Das Schirmchen hilft dir auch bei Gegenlicht die Augen offen halten zu können. Allerdings umschließt er deinen Kopf nicht ganz so gut, wie ein Rocker oder Wanderer. Außerdem können keine Ohrenschützer angebracht werden. Wenn du ihn auch im Winter tragen möchtest, gehört eine Neoprenhaube auf jeden Fall dazu.

    Der Wanderer

    Der Wanderer ist günstiger als der Strutter. Großer Nachteil ist, er hat kein Schirmchen. Dafür umschließt er deinen Kopf deutlich besser. Optional können passende Ohrklappen erworben werden, so dass ihr selten eine Mütze oder Neohaube unterziehen müsst.

    Sweet Rocker

    Der hochpreisgste hier vorgestellte Helm. Dafür aber immer mit Ohrenklappen und Visier ausgeliefert, hat er zudem noch einen etwas besseren Materialaufbau als der Wanderer. Somit bietet er noch mehr Schutz sowohl vor Wind, als auch vor Schlägen.

    Andere Helme

    Wenn du dich gegen einen Sweet Helm entscheiden solltest, solltest du auf Folgendes achten:

    Fester Halt

    Du solltest die Helmschale so anpassen können, dass sie auch ohne Kinnriemen deinen Kopf so gut umschließt, dass der Helm beim Vornüberbeugen nicht vom Kopf fällt. Bei dieser Probe immer Hände zum Auffangen des Helms bereit halten! Kannst du dies weder mit den Verstellmöglichkeiten des Helms noch mit Fittingmaterial erreichen, probiere ein anderes Modell.

    Das Gurtmaterial

    Das Gurtmaterial sollte sich bei Wasserkontakt nicht oder vielleicht nur bei den ersten Ausfahrten etwas ausdehnen, so dass du es nur ein bis zwei Mal nachjustieren musst. Über das Gurtmaterial stellst du den Helm so ein, dass er auch unter Druck nicht die Stirn freilegt oder dir ins Gesicht geschoben werden kann. Hierfür ist das Gurtdreieck an den Seiten zuständig. Dies sollte gut in beide Richtungen einstellbar sein. Um zu testen, ob der Helm sitzt, schließe den Kinnriemen, halte den Kopf fest und versuche mit dem Daumen den Helm in den Nacken zu schieben bzw. mit der kompletten Hand den Helm von hinten nach vorne ins Gesicht zu drücken. Bleibt der Helm an Ort und stelle ist er gut eingestellt und passt.

    Die Form

    Achte bei der Wahl deines Helmes, dass der Kopf (vor allem Schläfen und Nacken) gut umschlossen sind. Beim Kauf des oben erwähnte Strutter bzw. dieser Art von Helmen, solltest du dir bewußt sein, dass sie den Kopf eben nicht so gut umschließen und gut abwägen wo du ihn trägst.

    Ohrenklappen

    Wasser und vor allem Wind sorgen leider für eine unangenehme Paddlerkrankheit – Exostosen. Dies sind Gehörgangsverengungen, die sehr unangenehm werden können. Wenn du dich für einen Helm ohne Ohrklipsen entscheidest, denke über Ohrstöpsel und / oder eine Neoprenhaube bzw. Mütze zum unterziehen nach.

    Deine Weste

    Tourenkajak Schwimmwesten

    Astral Blue Jacket

    Unser klarer Favorit ist das Astral Blue Jacket. Wenn du viel Paddeln gehen möchtest, führt an der Astral Blue Jacket eigentlich kein Weg vorbei. Sie ist durch die getrennten Schäume komfortabel und schränkt dich in deiner Bewegung kaum ein. In den drei Taschen bekommst du neben deinem Müsliriegel und Handy alles unter, was du am Mann haben möchtest. In den Seitentaschen kannst du eine zusätzliche (oder auch einzige), selbstgebastelte Schleppleine unterbringen. Allerdings benötigst du hierfür den zusätzlichen Rescue Belt.

    Andere Schwimmwesten

    Wenn du dich gegen ein Astral Blue Jacket entscheidest, solltest du auf Folgendes achten:

    Fester Halt

    Ebenso wie beim Helm ist der richtige Sitz bei einer Tourenkajakweste entscheidend. Die Angaben, für welches Gewicht die Schwimmweste geeignet ist, sollte dir nur als grober Anhaltspunkt dienen. Ziehe die Schwimmweste vor dem Kauf so an, wie du sie auch im Boot tragen würdest. Knall die Gurte also nicht bis zum Anschlag an. Setze dich auf den Boden, mache dich ganz locker und lass dich von deinem Fachberater deines Vertrauens an den Schultergurten hochheben. Hängt die Weste nun unter der Nase, probiere eine Nummer kleiner oder ein anderes Model.

    Das Gurtmaterial

    Das Gurtmaterial sollte sich bei Wasserkontakt nicht oder vielleicht nur minimal ausdehnen, so dass du es nur ein Mal nachjustieren musst. Gute Westen bestehen an den Schultergurten nicht nur aus Stoff, sondern besitzen zusätzlich Gurtband. Für fortgeschrittene Schlepp- und Rettungstechniken kann ein Bergegurt sinnvoll sein, ist aber nicht zwingend notwendig. Schlepptechniken kannst du ebenso mit der Towline händeln.

    Taschen

    Überlege dir gut, was du in den Taschen deiner Schwimmweste mitnehmen möchtest und schaue, ob dies alles in deiner Schwimmweste Platz hat. Neben dem Müsliriegel, Handy und Ersterhilfekarte haben wir in der Regel Rettungsdecke, Ohrstöpsel und einen Schmierstift für Reißverschlüsse in der Weste sowie eine Schleppleine. Wenn du dich viel auf leichtem Wildwasser aufholst, sind auch Karabiner, Umlenkrolle und Bandschlingen sinnvoll. Da kommt die ein oder andere Schwimmwestentasche an ihre Grenzen. Sinnvoll ist es auch darauf zu achten, dass du eine Trinkblase verstauen kannst.

    Zusatzausstattung

    Bitte denk daran deine Schwimmweste direkt nach dem Kauf mit Pfeife und Einhandmesser auszustatten.

    Dein Trockenanzug

    Trockenanzüge

    Ein bisschen Luxus beim Paddeln

    Wie unter “Unsere Trockenanzüge” bereits beschrieben, sind wir große Trockenanzug Fans. In der ausführlichen Beschreibung dort findest du auch noch den ein oder anderen Tipp. Hier möchten wir dir unsere Top 3 der Trockenanzüge vorstellen.

    Lettmann made by Dry Fashion

    Text Christian und Foto tauschen

    NRS Axiom

    Bisher ist Nadja den Pivot Dry Suit von NRS gefahren. Um so gespannter wartet sie auf den ersten GORE-TEX Pro Anzug von NRS. Bisher überzeugte der NRS Pivot durch ein leichtes, weiches Material, angenehme Latexmanschetten und den Dropseat beim Damenmodel. Auch die Farben sind bei den NRS Anzügen immer sehr erfrischend und lassen sich gut mit Westen von Astral und Sweethelmen abstimmen.

    Kokatat Idol

    Der Porsche unter den Trockenanzügen. Seine Vorzüge sind das sehr leichte GORE-TEX Material, die dünnen Latexmanschetten sowie die Trennung von Jacke und Hose. Das leichte Material und die Manschetten fühlen sich nicht nach klobigem Paddelequipment an. Du hast eher das Gefühl in einem Jogginganzug paddeln zu gehen. Dennoch ist der Anzug dicht, atmungsaktiv und sorgt auch bei kalten Temperaturen bei entsprechender Unterbekleidung dafür, dass du nicht frierst. Die Trennung von Jacke und Hose haben gerade für die Damen den Vorteil, dass du dich nicht komplett entkleiden musst, wenn es mal dringend wird. Ein weiterer Vorteil der Trennung ist, dass du am vielleicht noch windgeschützen, warmen Ufer beim Zusammenpacken die Jacke noch auslassen kannst und du dich ohne störendes, runterhängendes Material bewegen kannst.

    Tipp

    Auf gar keinen Fall sollte in deiner Schwimmweste ein Schmierstift für Reißverschlüsse fehlen (z.B. der McNett ZipTech). Zum einen hält der Reißverschluss deutlich länger, wenn du ihn pflegst. Und wenn der Verschluss mal klemmt, während du noch im Anzug steckst hilft er auch 😉

    Deine Sicherheitsausrüstung

    Towline, Messer, Pfeife

    “gehört immer an den Mann / die Frau”

    Diese Ausrüstungsgegenstände haben wir bereits unter unserer Leihausrüstung bzw. persönliches Sicherheitsequipment beschrieben. Dennoch möchten wir sie hier noch einmal erwähnen. Die Pfeife solltest du bereits zum Einsteigerkurs mitbringen. Bei uns gehört die Towline ab dem Aufbaukurs 1 mit zu deiner Pflicht-Ausrüstung. Ein eigenes Messer empfehlen wir ebenfalls ab dem Aufbaukurs 1, da du hier das erste Mal mit Schlepptechniken konfrontiert wirst..

    Die Lenzpumpe

    Wenn du nicht eine fest installierte Pumpe in deinem Seekajak hast, gehört eine Lenzpumpe mit zu deiner Ausrüstung. Wenn du in einer Gruppe unterwegs bist, reicht auch eine ausreichende Anzahl je nach Gruppengröße innerhalb der Gruppe aus. Praktisch ist sie aber direkt auf deinem Oberdeck, wenn du z.B. beim Ablanden in der Brandung zu langsam beim Schließen der Spritzdecke warst….

    Wurfsack Karabiner usw aus WW?