Seit 2013 reisen wir mit unseren Seekajaks durch die Kvarner Bucht in Kroatien. Seitdem hat sich diese einzigartige Insel-Landschaft auf über einem dutzend Reisen von vielen verschiedenen Seiten gezeigt. Wir haben viel Erlebt, tolle Bilder in unseren Köpfen gespeichert, mit dem Bora gepokert und im Jugo geschwitzt. Auch im Juni 2026 ging es für Christian wieder auf die Seekajak-Zelt-Reise “Abenteuer Kvarner Bucht”. Diesmal mit einer winzigen Gruppe von insgesamt nur drei Reisenden. Alle anderen, die uns diesen Juni nach Kroatien gefolgt sind, vergnügten sich bei unseren Seekajak-Einsteiger- und Aufbau-Kursen auf der Insel Rab mit Nadja, Lutz und René.

Bilder oben: Am Montag legen wir bei lockerer Bewölkung auf Rab ab. Im Laufe des Tages sollte sich das Wetter jedoch ganz hervorragend entwickeln. So können wir am Abend in einer der schönsten und einsamsten Buchten Rabs unsere Zelte aufbauen.
Zum Auftakt unserer diesjährigen Reise beschäftigten wir uns, wie immer, mit dem Packen der Seekajaks. Ausgewogenes Beladen ist das A und O, will man sein Boot auch bei Wind und leichten Wellen im Griff haben. Und beides war auf dieser Reise nicht unwahrscheinlich. Denn nach einer Vorwoche mit durchgehend strahlend blauem Himmel und fast unanständigen Temperaturen um die 30 Grad, sollte es in unserer Reisewoche ein kleines bisschen kühler werden. Und windiger. Neben einem leichten Jugo (Südwind) kam im Wetterbericht ein leichter Bora (Nordwind) vor. Beide Winde können zwischen den Inseln des Archipels durchaus für Wellenbildung sorgen. Doch insgesamt war die Prognose, bis auf den Mittwoch, für den eine hohe Gewitterwahrscheinlichkeit vorausgesagt wurde, ziemlich erfreulich. Es könnte eine nahezu perfekte Reisewoche werden!

Bilder oben: Kaum stehen die Zelte, da rauscht noch ein letztes Regenband herbei. Die Front bringt kurzzeitig kräftigen Wind und ein paar Regentropfen mit sich. Wir schlüpfen in die Zelte und nach rund zwanzig Minuten ist der Spuk vorbei, die Sonne regiert wieder und die Adria liegt da wie eine Badewanne.

Bilder oben: Zum Sonnenuntergang machen wir uns zu einem kleinen Spaziergang auf. Von unserem Camp aus können wir einen Leuchtturm und eine kleine Seefahrer-Kapelle erwandern. Das Licht der tief stehenden Sonne rundet den gelungenen ersten Paddeltag ab.

Bilder oben: Abendstund hat Gold im Mund. Nach dem Sonnenuntergang sitzen wir noch mit einem Getränk in der Hand am Strand und genießen die letzten Farben des Tages. Am Morgen schleicht sich die sonne hinter den Bäumen hervor und weckt unsere Lebensgeister beim ersten Kaffee.
Nach dem Frühstück am Strand heißt es langsam in die Pötte zu kommen und die Boote zu laden. Am zweiten Reisetag geht es über die kleinen unbewohnten Inseln der Kvarner Bucht in Richtung Krk. Der Morgen ist ganz wunderbar und so landen wir schon nach rund einer Stunde an der ersten Bucht auf Sv. Grgur an und gehen eine Runde Baden.



Bilder oben: Bei bestem Wetter ist das Meer kaum bewegt. Die Farben kommen umso schöner zur Geltung, man kann die Fische, Seegurken und Seesterne am Meeresgrund sehen. Aufgrund der wenigen Sandstrände an Kroatiens Küste ist das Wasser arm an Sediment und dadurch glasklar.

Bilder oben: Aufgrund der Wetteraussichten für Mittwoch, die leider nicht besser geworden sind, haben wir uns für den Dienstag Abend in einer Ferienwohnung in Baska eingemietet. Das ist schöner, als einen ganzen Tag bei Gewitter und Sturm in einer einsamen Bucht abzuwetter. Das wäre zwar auch nicht super schlimm, aber wenn sich das Unwetter schon so brav ankündigt, dann verbringen wir den Tag doch lieber schlendernd und schlemmend in der Stadt.

Bilder oben: Baska ist zwar ein Touristen-Hotspot auf Krk, die Gassen der Altstadt mit ihren kleinen gemütlichen Bars und Cafés sind aber durchaus hübsch anzusehen. Einen Tag kann man es hier locker aushalten, bevor einen die Sehnsucht nach einsamen Buchten übermannt 😉



Bilder oben: Beim Schlendern durch die Altstadt kommen einem durchaus ein paar Motive vor die Linse. Auch mit gutem Kaffee, leckerem Abendessen und dem einen oder anderen Kaltgetränk kann der Ort dienen.


Nachdem wir den Mittwoch auf Krk verbraucht haben, juckt es in den Fingern. Der nächste wunderbare Paddeltag steht in den Startlöchern. Vom Regen und Gewitter des Vortages ist nichts mehr zu spüren. Wir paddeln durch das Archipel, entlang der schroffen Ostküste einiger Inseln und landen nach rund zwanzig entspannten Kilometern in unserer Bucht an, in der wir später die Zelte für die Nacht aufbauen werden. Hier, auf den Inseln mit wenig Tourismus, kann sich die Tier- und Pflanzenwelt noch richtig entfalten. Es riecht nach Erde und wilden Kräutern, Schmetterlinge schwirren um uns herum, völlig harmlose Grabwespen haben den Boden mit Löchern durchzogen. Dazu gibt es Käfer, Eidechsen und einige Vögel.


Nachdem wir die Nacht in der Bucht verbracht haben, stechen wir am nächsten Morgen wieder mit unseren Seekajaks in See. Der letzte Tag steht an. Ganz so ruhig wie am letzten Paddeltag wird es allerdings nicht. Doch das haben wir bei der Auswahl des Übernachtungsplatzes natürlich mit eingeplant. Die ersten Meter bekommen wir einen frischen Wind zu spüren, wir paddeln durch unruhige See mit einigen kräftigen Wellen. Dann kommen wir langsam in den Windschatten Rabs und es wird ruhiger. Der Südwind wird von den Inselbergen abgeschirmt. Lediglich beim Einlaufen in die Bucht von Lopar bekommen wir noch einmal ein paar Wellen ab. Am großen Campingplatz stoßen wir auf die Teilnehmenden der Technik-Kurse, die sich ebenfalls heute mit Wind und Welle auseinandersetzen. Wir beenden den Tag bei einem “Sweet Coconut” Eisbecher. Es war eine tolle Seekajak-Reise 2026. Wir freuen uns schon auf kommendes Jahr!
Infos zur Reise:
Die Reise durch die Kvarner Bucht führt uns durch die Inselwelt des Kvarner Archipels. Sie richtet sich an Paddler und Paddlerinnen, die sich schon mit dem Seekajaksport beschäftigt haben, keineswegs aber an Profis. Diese Reise kann deine erste Seekajak-Reise sein. Wir lassen uns viel Zeit zum Packen, geben hilfreiche Tipps und stechen dann entspannt in See. Die Tagesetappen sind gut zu schaffen. Du musst allerdings den Wiedereinstieg mit Hilfe des Guides kennen und können, da wir auch mal Strecken auf freiem Wasser bewältigen. Doch auch für entspannte Fortgeschrittene ist diese Reise ein absoluter Traum.
Schau dir doch unsere Reisebeschreibung an.
