Die berühmten Brücken zwischen Fredvang und Ramberg sind eines der beliebtesten Foto-Motive der Lofoten. Besonders schön ablichten kann man sie vom Gipfel des Volandstind. Wie man diese durchaus anstrengende Wanderung mit einer wirklich sehr entspannten und durchaus lohnenden Seekajak-Tour verbinden kann, das liest du im Folgenden. Viel Spaß damit!
Wie bereits im ersten Teil unserer Lofoten Story beschrieben, haben wir mehrere Tage auf dem Fredvang-Camping auf der Insel Flakstadoy verbracht, dem für uns idealen Ausgangspunkt für diverse Kajaktouren. Aber auch wandern kann man von Fredvang aus ganz hervorragend. Eine Wanderung, die mit wenig Aufwand auch mit dem Kajak zu erreichen ist, ist die auf den Volandstind, den Hausberg von Ramberg.
Zum Wandern paddeln
Bilder oben: Blick vom Wasser aus auf den markanten Volandstind (Bildmitte) – und dann vom Vorgipfel auf den Ort Ramberg
Der Volandstind ist wohl der markanteste Berg dieser Ecke der Lofoten. Vom Wasser aus wirkt er wie angespitzt. Jeder ambitionierter Wanderer bekommt da bestimmt sofort das Jucken in den Füßen. Ich nicht, aber Nadja natürlich. Deshalb durfte ich auch mit ihr diese wunderbare Auswucherung der Natur besteigen. Und was soll ich sagen: Dieser Berg ist wirklich steil. Vor allem, wenn man von Westen aus den Aufstieg angeht. Das Schöne an der Sache ist allerdings, vor allem für Kajakfahrer:innen, dass man den Berg vom Campingplatz Fredvang aus in gut eineinhalb Stunden erreichen kann – über den Wasserweg. Und das trifft sich gut. Denn die Wanderung auf den Gipfel und zurück zum Kajak beträgt gerade mal rund drei bis vier Stunden inkl. ausgedehnter Pause – sie ist also nur eine so genannte Halbtages-Wanderung. Da passt das Paddeln ja noch schön in den Tag hinein. Was man vom Wasser aus nicht sieht: Der Berg hat eigentlich drei Gipfel, die direkt aufeinanderfolgen. Für den letzten muss man allerdings schon arg schwindelfrei sein. Ich bin das nicht und habe deshalb den freien Blick auf die Brücken nicht genossen. Nadja auch nicht, obwohl sie sich mit Sicherheit auf den Todesgipfel eingelassen hätte, wenn ich sie gelassen hätte. Aber mir wird bei sowas schon vom hingucken schlecht! Wenn man sich mit dem Vorgipfel begnügt, dann ist die Wanderung zwar immer noch steil, dafür aber wirklich nicht besonders aufregend oder gar ausgesetzt. Also für jeden und jede machbar – zumindest mit ein wenig Zeit im Gepäck!
Bilder oben: Wer steil aufsteigt, der kann auch steil hinunter schauen. Hier zum Beispiel auf (den) Selfjord.
Bilder oben: Blick über einen Bergsee und den Fjord auf die Küste beim Campingplatz und auf die Steilküste, die in Richtung Kvalvika Beach führt. Außerdem: Nadjas Füße.
Bilder oben: Ein weiterer Blick auf den spitzen Berg. Und dann unter den Brücken durch, schon ist man am Trailhead. Insgesamt ist die Tour zum Volandstind richtig schön und mit rund zehn Kilometern paddeln auch nicht zu lang. Wer mag, der kann noch einen Abstecher nach Ramberg machen, das ist kaum ein Umweg